Die Mannschaft Am Samstag, den 30. Mai 2015, wagte die Musikkapelle Latzfons bei ihrem traditionellen Musikfest einen Weltrekordversuch mit einem außerordentlichen Klangerlebnis: Über 200 Tenorhorn-Spieler sollten dazu bewogen werden,  gemeinsam zu musizieren. Auch sämtliche Tenorhornspieler der Musikkapelle Terlan waren dabei. Die Besonderheit bei diesem Vorhaben lag darin, dass mit Tenorhörnern bisher noch nie versucht wurde, einen Rekord aufzustellen. Das Tenorhorn ist die Königin der Instrumente in der Blasmusik, sagt man, und gerade daher prädestiniert für einen Weltrekordversuch. Als Vergleichswert kann das Waldhorntreffen in den USA genannt werden, bei dem sich 444 Spieler zum Musizieren trafen. Bereits am frühen Abend des 30. Mai machten sich die Tenorhornspieler der Musikkapelle Terlan auf den Weg, um bei diesem besonderen Ereignis dabei zu sein. In Latzfons angekommen, begaben sie sich zum riesigen Festzelt. Dort wurde die Registrierung vorgenommen. Jeder Teilnehmer musste sich mit Namen und zugehöriger Musikkapelle anmelden und bekam dann eine Anstecknadel in Form eines Tenorhorns als Erkennungsmarke. Es war spannend zu beobachten wie sich das Zelt mehr und mehr füllte und Tenorhörner in allen Formen und Lackierungen glänzten.

Männer wie Frauen, Jung und Alt hielten ihr Instrument mit Stolz in der Hand. Die Stimmung war wirklich atemberaubend. So gegen 20 Uhr kam es dann zu dem mit Spannung erwarteten Höhepunkt. Die Tenorhornspieler wurden nun gruppenweise (je nach Stimme) auf die Bühne gerufen. Es sollten 2 Stücke, 6-stimmig,  gespielt werden. Nach einer kurzen Einleitung durch den Moderator wurde nun die Anzahl der Teilnehmer bekannt gegeben: Sage und schreibe 253 Spielerinnen und Spieler haben auf der Bühne Stellung bezogen. Die meisten waren aus Südtirol, so manche aus Österreich, Deutschland und gar einige aus dem Trentino. Landeskapellmeister Sigisbert Mutschlechner begab sich nun ans Dirigentenpult, und plötzlich herrschte absolute Stille im sonst so hektischen Festzelt. Zur feierlichen Einstimmung wurde die irische  Volksweise „Londonderry Air“ vorgetragen. Ein faszinierender Klang verbreitete sich im ganzen Festzelt und versetzte das gesamte Publikum in Staunen und  Bewunderung und so mancher Zuhörer konnte die  „Gänserupfen“ nicht verhindern, wie nachher bestätigt wurde. Tobender Applaus war dann auch die prompte Reaktion des Publikums. Nun leitete der Moderator zum zweiten Stück über, nämlich zum „Böhmischen Traum“, eine in Blasmusikkreisen häufig und gern gespielte Polka, wo gerade das Tenorhorn voll zur Geltung kommt. Auch hier folgte wiederum tobender und lang anhaltender Applaus, sodass das Trio noch ein zweites Mal gespielt werden musste. Wirklich gewaltig und einzigartig, was hier an Musik  mit 253 Instrumenten mit dieser besonderen Klangfarbe geboten wurde. Ein Weltrekord wurde geschaffen, und auch die Terlaner Musikanten haben mit Freude und Stolz einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, waren sie doch zu siebt dabei und damit eine der größten Einzelgruppen. Nach dem Spielen der beiden Stücke nahm das traditionelle Musikfest wieder seinen gewohnten Lauf. Bei guter Blasmusik  und bester Stimmung im Festzelt fand dieser unvergessliche Tag seinen Ausklang. Für die Terlaner Musikanten war es jedenfalls eine besondere Erfahrung, bei diesem außergewöhnlichen, imposanten und klangvollen Musikereignis aktiv teilgenommen zu haben.

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